Über Mich

Mein Lebensweg

Unabhängigkeit und lebenslanges Lernen

Ich wurde in Stockholm, Schweden, geboren. Meine Familie stammt aus Estland, von wo sie im Zuge der sowjetischen Besatzung fliehen musste. Seit meinem zweiten Lebensjahr lebe ich in Deutschland – es ist meine Heimat.

Im westfälischen Unna ging ich zur Schule, machte mein Abitur, leistete meinen Zivildienst im Rettungsdienst und absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann.

Ich studierte Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und absolvierte dort das Grundstudium sowie die allgemeinen Fächer. Für das Spezialstudium „Finanzen“ wurde ich an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main angenommen und schloss mein Studium als Diplom-Kaufmann mit Prädikat ab. Ich besuchte währenddessen eine Sprachschule in Kalifornien und arbeitete an einem Forschungsprojekt der Goethe-Universität in Budapest.

Mein Studium habe ich vollständig selbst finanziert und durchgehend gearbeitet. Zunächst im Private Banking, dann im Assetmanagement der Deka. Nach meinem Diplom absolvierte ich ein Investment-Banking-Traineeprogramm in einer großen deutschen Bank. Ich arbeitete im Anschluss als Aktienanalyst und studierte nebenberuflich an einer privaten Akademie, wo ich die Titel „Europäischer Finanzanalyst“ (CEFA) sowie „Internationaler Investmentanalyst“ (CIIA) erwarb. Insgesamt war ich gut 20 Jahre lang im Kapitalmarktgeschäft tätig.

Mein Weg in die Politik

Neugierig, aufrichtig, kompromisslos

Schon als Kind haben mich Bundestagsdebatten fasziniert. Argumente auszutauschen und zu streiten war für mich immer der richtige Weg zur Entscheidungsfindung. Menschen, deren Macht nur auf Autorität basiert, ohne dass sie ihre Positionen und Handlungen rechtfertigen und begründen können, kann ich bis heute nicht respektieren.

In der Schule, in der Arbeit, im normalen Leben – stets hatte ich den großen Drang, Dinge zu hinterfragen, zu verändern und zu verbessern. Immer wieder sagten mir mehrere Freunde und Kollegen, ich solle in die Politik gehen. Da mir Eigenverantwortung und Freiheit wichtige Werte waren, trat ich schließlich den Jungen Liberalen bei, die Nachwuchsorganisation der FDP.

Mit Zustimmung der FDP zur Vergemeinschaftung der griechischen Staatsschulden wurde das zentrale Versprechen zur Euro-Einführung gebrochen: „Niemals wird ein Land für die Schulden eines anderen Landes haften müssen!“. Ich trat sofort aus und wurde zunächst politisch heimatlos.

Angela Merkel bezeichnete die Politik immer höherer Schulden, immer mehr Macht für die EZB und immer höherer Verpflichtungen für Deutschland als „alternativlos“. Dies war die Geburtsstunde der Alternative für Deutschland.

Kurz nach Gründung der AfD trat ich 2014 in die Partei ein und fühlte mich sofort richtig aufgehoben. Kein Altparteienfilz, keine Verpflichtungen gegenüber Lobbyisten, keine Gefälligkeitsdienste für die Medien. Das war endlich gelebte Demokratie.

Viele Jahre im Kreisvorstand, zwei Jahre im Landesvorstand, etliche Parteitage, Wahlkampfstände, Sitzungen, Stammtische, Krisentreffen. Es war nicht immer einfach, aber es war immer richtig.

Im September 2024 wählten mich die hessischen Landesdelegierten mit einem sehr starken Ergebnis auf Platz sechs der Liste zum Deutschen Bundestag. Ein Tag, den ich nie vergessen werde und auf den ich mit Dankbarkeit und Stolz zurückblicke. Es ist mir eine große Ehre, die Partei nun im Herzen unserer Demokratie vertreten zu dürfen. Für mich gilt dasselbe wir für alle Parteifreunde: Erst das Land, dann die Partei, dann der Abgeordnete. Daran werde ich mich immer messen lassen.

Meine Überzeugungen

Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich das Borstenvieh an ihr wetzt?

Unabhängigkeit und ein innerer Kompass sind für mich elementare Werte, die ein Politiker mitbringen muss. Mit meiner Wahl zum Abgeordneten im Deutschen Bundestag bin ich für die Dauer meines Mandats von meiner beruflichen Tätigkeit freigestellt und habe die Option, jederzeit zu meinem Arbeitgeber zurückzukehren. Ich bin somit wirtschaftlich frei und brauche mich niemals zu verbiegen. Dies ist für mich die Grundvoraussetzung, um nach meinen Überzeugungen, meinem Gewissen und zum Wohle Deutschlands entscheiden zu können.

Reisen ist meine große Leidenschaft. Privat, beruflich sowie während meines Studiums habe ich über 40 Länder auf allen Kontinenten der Welt besucht und dabei unzählige wertvolle Begegnungen gehabt und Eindrücke gesammelt. Diese Erfahrungen haben mir nicht nur neue Kulturen und Lebensweisen nähergebracht, sondern auch meine Sicht auf Deutschland geprägt. Ob in den USA, in Mexiko, in China oder in Südafrika – überall ist Deutschland beliebt und genießt ein hohes Ansehen. Im Gegensatz dazu begegnen die meisten Deutschen ihrem eigenen Land mit Skepsis und Zurückhaltung. Ich habe mich oft gefragt, warum das so ist.

Während andere Länder am Nationalfeiertag mit Stolz und Freude ihre Fahnen schwenken, gleicht der 3. Oktober in Deutschland einem nüchternen Verwaltungsakt. Diese fehlende Begeisterung für das eigene Land finde ich sehr schade, denn wer sich selbst nicht liebt, kann auch andere nicht lieben. Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung sind zentrale Elemente eines glücklichen Lebens. Doch Deutschland fehlt es an dieser Selbstliebe.

Ich möchte stolz auf das Eigene sein, ohne das Fremde abzuwerten. Ich möchte die eigene Kultur leben und weitergeben, aber zugleich offen für Neues sein. Ich möchte mich selbstbewusst als Deutscher identifizieren und gleichzeitig in Frieden mit allen anderen Nationalitäten leben. Ich möchte, dass Deutschland stark, erfinderisch und erfolgreich ist. Dass wir Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit schätzen und kompromisslos verteidigen. Dass unsere Gesellschaft nicht nur auf dem Grundgesetz basiert, sondern auch auf gegenseitigem Respekt, gemeinsamen Werten, Solidarität und der Liebe zu Deutschland. Dass wir zu unseren Nachbarn und anderen Ländern gute, verlässliche Beziehungen pflegen und stets den Frieden wahren. Nie wieder Krieg. Deshalb bin ich überzeugtes Mitglied der Alternative für Deutschland.

Mein ganzes Leben lang liebe ich Diskussionen – je intensiver und kontroverser, umso besser. In der Sache hart, aber niemals unfair auf der persönlichen Ebene. Dabei gilt für mich ausnahmslos, dass ich niemals Menschen ausschließe oder ihnen die Freundschaft aufkündige, weil sie andere Positionen vertreten als ich. Der Austausch über unterschiedliche Sichtweisen macht das Leben interessant und erweitert den eigenen Horizont. Kommt man auf gar keinen gemeinsamen Nenner, so gilt der Grundsatz „Let‘s agree to disagree“. Das Ansehen und die Beziehung zu der Person bleiben für mich immer unberührt.

Über die Zeit habe ich festgestellt, dass einige Menschen nicht über die persönliche Größe verfügen, andere Überzeugungen auszuhalten. Sie bleiben in ihrer Komfortzone, gehen den Weg des geringsten Widerstands und umgeben sich lieber nur mit Gleichgesinnten. Um sich selbst moralisch überlegen fühlen zu können, nutzen sie ausschließlich Quellen, die ihr eigenes Weltbild permanent bestätigen und pflegen harte Vorurteile gegenüber Andersdenkenden. Jede neue Sichtweise birgt für sie lediglich die Gefahr, dass sie ihre eigene Sicht eventuell hinterfragen müssten.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich ausschließlich Menschen von mir abgewendet haben, die sich selbst als besonders offen und tolerant beschreiben. Ich nehme das teils mit Amüsement, teils mit Mitleid zur Kenntnis. Ich selbst würde das nie tun, aber ich halte Reisende nicht auf. Ganz im Gegenteil: Es zeigt sich, welche Beziehungen wirklich ehrlich und von Dauer sind, was diese umso wertvoller macht.

Aufrichtigkeit und Selbstbewusstsein haben mir in den letzten Jahren überall eine große Anzahl neuer Freunde und Unterstützer beschert und mein Leben bereichert. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich werde weiter erhobenen Hauptes durchs Leben gehen freue mich auf viele weitere Begegnungen!

Ihr / euer

Christian Douglas